Die Batterie bist du …

… oder wie wir uns selbst „Glukose“ generieren können.

Bekannterweise bin ich ja ein Freund von „Einfach“ – es braucht manchmal nur jemanden, der uns dabei hilft, unerkannte Stärken und Talente hinter all dieser Komplexität zu erkennen und in praktikable Handlungsanweisungen zu übersetzen.

Also, wie kann ich aus den Glykogen-Speichern meiner Muskulatur mir selbst (sehr kostengünstig!) Glukose generieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass meine Speicher größer werden und die Batterie geladen bleibt?

Antwort: Der „Cori-Zyklus“.

Die Story dazu: Was Veronika Ferres jeden Morgen macht?
„Ich falle praktisch vom Bett auf den Fußboden und beginne mit Liegestützen, Crunches und Squats.“

Morgens nüchtern oder genauer gesagt „leicht hungrig“ zu trainieren, aktiviert genau diesen Mechanismus. Die Glykogenspeicher der Skelettmuskeln (ca. 210-220 Gramm – bei Frauen 20% weniger) werden zur schnell benötigten Energiebereitstellung herangezogen, die dann anaerob im Zellplasma zu Pyruvat umgewandelt werden – und zwar zu soviel, dass nicht alles „verbrannt“ werden kann, weil am Mitochondrien-Eingang ein „Stau“ entsteht. Was sich da staut und nicht mit Sauerstoff im Zellkraftwerk genutzt werden kann, wird in Laktat verwandelt und dann über Zellmembran, Lymphe, Blutkreislauf zur Leber transportiert. Dort wird es erneut in Pyruvat verwandelt und anschließend durch die „Glukoneogenese“ zu Glukose und dann in den Blutkreislauf zurück gegeben … und kann dann von allen Zellen genutzt werden – auch vom Großverbraucher Gehirn. Genial oder?

Die Muskelzelle wird jetzt ebenfalls gut versorgt und „brennt sogar nach“ … selbst wenn die körperliche Aktivität schon aufgehört hat. Den Überschuss lagert die Muskelzelle dann wieder schön als Glykogen ein … für den nächsten Hunger bzw. den nächsten Einsatz im Zyklus.

Merkesätze:

  • Bei Hungergefühl … 30x Kniebeugen, Liegestützen, Kettlebell Swings oder mit dem Thera-Band arbeiten
  • Cori-Zyklus immer wieder trainieren, damit er gut funktioniert.
  • Sich leicht hungrig, körperlich verausgaben bedeutet Laktat bilden.
  • Ankurbeln durch anaerobes Training … also auch „Luftanhalten“ bei den Übungen ist eine förderliche Sache und schafft mehr Pyruvat in kürzerer Zeit.

Call to action: Eigene Erfahrungen sammeln !

Liebe Grüße,
Mr. Brainfood

Quelle: „12 Minuten pro Woche“ – Doug McGuff, John Little
PS. Solltet ihr unbedingt lesen …